Kategorie-Archiv: Frauen & Gleichstellung

ML Mona Lisa: Neu ausrichten, statt absetzen!

STELLUNGNAHME

Einstellung des ZDF Magazins Mona LisaGrüne Abgeordnete schreiben offenen Brief an ZDF-Intendanten Thomas Bellut

„Neu ausrichten, statt einfach absetzen“, mit dieser Forderung wenden sich die Fraktionsvorsitzenden der Landtags-Grünen, Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, sowie die frauenpolitische Sprecherin Verena Osgyan und die integrationspolitische Sprecherin Margarete Bause an den ZDF-Intendanten Thomas Bellut.

Statt sich mit der Einstellung des Formats zu befassen, so die Argumentation der Abgeordneten, sollte das ZDF versuchen, ein klar definiertes und zeitgemäßes Frauenjournal zu einer vernünftigen Sendezeit zu etablieren.

Neben der inhaltlichen Diskussion, dürften aber auch die sozialen Auswirkungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Redaktion und Produktion von ML Mona Lisa nicht außer Acht gelassen werden. Die Diskussion um die Einstellung der ZDF-Sendung ist aus Sicht der Landtags-Grünen noch längst nicht abgeschlossen.

Hier finden Sie den offenen Brief an ZDF-Intendant Thomas Bellut.

Filmmatineé „Where To, Miss?“, 5. März 2017

EINLADUNG

anlässlich des Weltfrauentags 2017 am 5. März um 11 Uhr im Filmkunsttheater Casablanca

Anlässlich des Weltfrauentags 2017 lädt Verena Osgyan herzlich zu einer Filmmatineé ein. In Kooperation mit dem Filmkunsttheater Casablanca zeigen wir den Dokumentarfilm „Where To, Miss?“ der deutschen Nachwuchsregisseurin Manuelle Bastian über eine junge Frau in Indien, die für ihren Traum Taxifahrerin zu werden, kämpft. Nach dem Film besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Filmgespräch. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Karge Zwischenbilanz in Sachen Gleichstellung

GRÜNE WOCHE

Nachdem das derzeitige Bayerische Gleichstellungsgesetz jetzt seit über 20 Jahren in Kraft ist, haben ein Viertel der Dienststellen im Freistaat noch immer kein Gleichstellungskonzept, obwohl sie per Gesetz verpflichtet wären, ein solches zu erstellen. Die CSU-Regierung lieferte bereits vergangenes Jahr mit ihrem fünfjährigen Gleichstellungsbericht ein Dokument des Versagen ab. Nun wurde zwar nachgebessert, doch von echter Gleichstellung sind wir nach wie vor meilenweit entfernt.  Dafür brauchen wir echte Quoten statt unverbindlicher Zielvorgaben.

Diese Woche berichtete das Sozialministerium im Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes über den Stand der Umsetzung des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes. Dieses Gesetz hat die Aufgabe, chancengerechte Rahmenbedingungen für Frauen und Männer im öffentlichen Dienst zu schaffen.  Die Staatsregierung gab sich zufrieden. Verena Osgyan findet aber, dass die CSU in Sachen Gleichstellung noch mehr tun muss. Karge Zwischenbilanz in Sachen Gleichstellung weiterlesen

„One Billion Rising“ gegen Gewalt an Frauen

AKTION

FB-DeutschlandOne Billion Rising ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Laut einer UN-Statistik ist jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen – also eine Milliarde Frauen. Deshalb tanzen, singen und erheben sich jedes Jahr am 14. Februar eine Milliarde Menschen (auf Englisch „one billion“) für eine Welt, in der Frauen nicht länger degradiert, verletzt, ausgebeutet und ein Leben lang gezeichnet sind. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit, mit tausenden von Events in bis zu 190 Ländern der Welt.

Auch die grüne Landtagsfraktion beteiligt sich in diesem Jahr wieder mit einer Video-Aktion an der Kampagne. „Wir stehen auf, weil Gewalt gegen Frauen uns alle angeht und der Schutz von Frauen und Mädchen keine Sache des Geldes sein darf.“, so Verena Osgyan, frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen.

„Frauen – Macht – Politik“, 6. März 2017

EINLADUNG

zum Weltfrauentag 2017 am 6. März 2017 um 18:00 Uhr im Maximilianeum, Landtag  

Wir müssen reden! Frauen machen über die Hälfte der Bevölkerung aus, der Frauenanteil in Bayerns Kommunalparlamenten liegt trotzdem bei nicht einmal einem Drittel. Bürgermeisterinnen gibt es im einstelligen Prozentbereich, bayerische Landrätinnen kann man an einer Hand abzählen. Aber auch in der „großen Politik“ ist es nicht viel besser: Im Bayerischen Landtag sind weniger als eine von drei Abgeordneten weiblich.

Mit Donald Trump wurde ein übler Sexist zum 45. US-Präsidenten gewählt. Wenn man bedenkt, dass auch bei uns weibliche Politikerinnen oft noch mehr über ihre Kleidung als über ihre Inhalte definiert werden, und wenn man sich das Frauenverständnis europäischer RechtspopulistInnen ansieht, sind auch wir nicht vor einem Backlash in die 1950er-Jahre gefeit.

Wir müssen reden! Darüber, wie gleichberechtigt unsere Demokratie wirklich ist, über Sexismen in der Politik und den langen Weg zur Parité.

Programm:

18:00 Uhr Einlass
18:30 Uhr Begrüßung Verena Osgyan,MdL, frauen- und gleichstellungspolitische Sprecherin
18:45 Uhr Keynote Laura Himmelreich, Editor in Chief VICE.com

Podiumsdiskussion
– Margarete Bause, MdL, Fraktionsvorsitzende
– Prof. Dr. Silke Laskowski, Universität Kassel
– Prof. Dr. Heike Paul, FAU Erlangen-Nürnberg
– Lisa Badum, Kreisrätin, Helene-Weber-Preisträgerin
– Moderation: Katharina Schulze, MdL, stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Poetry Slam mit Svenja Gräfen
Zusammenfassung und Ausblick Verena Osgyan, MdL
Get Together und Imbiss

Wir freuen uns auf Sie! Bitte melden Sie sich online an.

„Parité in den Parlamenten“

GRÜNE WOCHE

Obwohl die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Artikel 3 des Grundgesetzes festgeschrieben ist, sind die Parlamente nach wie vor männlich dominiert. 2016 betrug der Frauenanteil im Bayerischen Landtag lediglich 28,3 %, auch wenn die Bandbreite innerhalb der Fraktionen sehr unterschiedlich ist. Sie reicht von 15,8 % bei der Fraktion der Freien Wähler bis zu 50% bei uns Grünen.

Die andauernde Unterrepräsentation von Frauen hat aber ganz konkrete Auswirkungen auf die politische Entscheidungsfindung: Nach wie vor haben Frauen schlechtere Gehälter und Aufstiegschancen, unbezahlte Care-Arbeit ist weiblich und damit Altersarmut vorprogrammiert. Gewalt gegen Frauen wächst weiter an, Schutz- und Präventionsmaßnahmen sind andauernd unterfinanziert – um nur einige Baustellen zu nennen.

Um die Repräsentanz von Frauen in den Parlamenten zu erhöhen, unterstützt die grüne Landtagsfraktion die Popularklage, die vom Aktionsbündnis Parité in den Parlamenten am 1.11.2016 eingereicht wurde. Ziel ist ein Paritätsgesetz, das eine quotierte Besetzung aller Wahllisten vorschreibt. In dieser Woche hat das Plenum des Landtags mit den Stimmen von CSU und SPD jedoch beschlossen, dass die Popularklage vom Verfassungsgericht als unbegründet zurückgewiesen werden soll.
„Konservative und SPD torpedieren gemeinsam den Versuch, Frauen endlich die Mitbestimmung zu geben, die die Verfassung vorsieht.“, bedauert Verena Osgyan, frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen.
Das Urteil des Verfassungsgerichts ist im Herbst 2017 zu erwarten.

Frauen in die Politik!

PLENARREDE

Frauen sind in der Politik längst nicht gleichberechtigt. Der Frauenanteil im Landtag spiegelt längst nicht die Bevölkerung wieder, Oberbürgermeisterinnen gibt es noch weniger und die bayerischen Landrätinnen kann man an einer Hand abzählen. Das Aktionsbündnis Parité hat daher eine Verfassungsklage eingereicht, die die grüne Landtagsfraktion unterstützt.

 

Verena Osgyans Rede zur Verfassungsstreitigkeit im Wortlaut:

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Frauen und Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen

PRESSEMITTEILUNG

„Obwohl Genitalverstümmelung in Deutschland seit langem strafbar ist, ist die Dunkelziffer in den letzten Jahren dramatisch gestiegen“, erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Verena Osgyan anlässlich des Internationalen Tags gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar und verweist auf Schätzungen der Organisation Terre des Femmes und UNICEF. „In Bayern hat sich die Zahl der betroffenen Mädchen und Frauen in den letzten vier Jahren fast verdoppelt – hier muss mehr getan werden.“ Expertinnen und Experten gehen von etwa 9.300 gefährdeten und betroffenen Mädchen und Frauen aus.

Verena Osgyan fordert ein flächendeckendes Beratungsangebot für Betroffene, ein unbefristetes Aufenthaltsrecht für gefährdete Geflüchtete genauso wie die medizinische und psychologische Nachbehandlung von Genitalverstümmelung unabhängig vom Aufenthaltsstatus: „Wir dürfen uns nicht auf den vorhandenen Maßnahmen ausruhen und müssen das Engagement im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ausweiten.“

Grünes Antragspaket: Gleichstellung an Hochschulen

GRÜNE WOCHE

Nicht einmal jede fünfte Professur in Bayern wird von einer Frau besetzt, während seit Langem genau so viele junge Frauen wie Männer promovieren. Die Situation von Frauen in Hochschulen nahmen die Landtags-Grünen zum Anlass, ein ganzes Paket an Anträgen in den Landtag einzubringen, das diese Woche im Plenum debattiert wurde.

Noch 100 Jahre würde es beim bisherigen Tempo dauern, bis in akademischen Spitzenpositionen Frauen gleichberechtigt vertreten seien. „Niemand von uns rechnet ernsthaft damit, in 100 Jahren hier noch als Abgeordnete oder Abgeordneter zu sitzen“, sagt Verena Osgyan und drängt darauf, an schnelleren Lösungen zu arbeiten. Verena Osgyan bezeichnet die Geschichte von Frauen in der Wissenschaft in den vergangenen 100 Jahren als „echte Erfolgsgeschichte“. Doch leider muss sie feststellen: „Junge Frauen stoßen in der Wissenschaft immer wieder an gläserne Decken, durch die ihre männlichen Kollegen einfach hindurch spazieren – von einer tatsächlichen Gleichstellung der Frauen an den Hochschulen sind wir in Bayern weit entfernt.“ Grünes Antragspaket: Gleichstellung an Hochschulen weiterlesen

Eklatante Versorgungslücken bei Frauenhäusern und Notrufen

PRESSEMITTEILUNG

Jahrzehntelange Versäumnisse der CSU-Regierung – Kapazitäten und Personal müssen sofort ausgestockt werden

„Der Haushalt des Sozialministeriums bewegt sich weiterhin auf Rekordniveau und das ist gut so. Aber die Sozialministerin schafft es nicht, chronisch unterfinanzierte Bereiche mit Mitteln zu versehen und die üppigen Mittel effektiv zu verteilen“, erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Verena Osgyan. „In besonders dramatischer Weise trifft das auf die bayerischen Frauenhäuser und Notrufe für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder zu.“
Eine Studie der Uni Erlangen-Nürnberg im Auftrag des bayerischen Sozialministeriums habe eklatante Versorgungslücken offenbart. So mussten allein im Jahr 2014 2.845 Frauen und Kinder aus Platzgründen von den Frauenhäusern abgewiesen werden. Auch die Beratungskapazitäten der Notrufe sind absolut unzureichend. „Hier herrscht offensichtlich ein echter Notstand“, so Verena Osgyan. „Trotzdem vertröstet die CSU-Regierung die Träger – die betroffenen Frauen in Notlagen können aber nicht warten.“

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