Meine Themen

Politik ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu allen Bürgerinnen und Bürgern eine gerechte Teilhabe zu ermöglichen. Dafür bin ich als frischgewählte Abgeordnete in meinen Wahlkreis Mittelfranken Ihre Ansprechpartnerin für alle Ihre Anliegen.

Neben meinem Engagement für die Region vertrete ich meine Fraktion in ganz Bayern außerdem als Sprecherin für Frauen und Gleichstellung, HochschulpolitikNetzpolitik und Datenschutz. Ich bin Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst, im Ausschuss für Fragen des Öffentlichen Dienstes und der Datenschutzkommission des Bayerischen Landtags. Für die Grünen sitze ich außerdem im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks, im Hochschulrat der TH Nürnberg  und in der Evangelischen Landessynode.

Damit habe ich die Chance, gleich mehrere meiner Herzensanliegen im und für den Bayerischen Landtag zu vertreten:

GLEICHSTELLUNGSPOLITIK – FÜR FRAUEN UND MÄNNER GLEICHERMASSEN

Die wesentlichen Elemente grüner Gleichstellungspolitik sind Chancengleichheit, Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit. Gleichstellung heißt für mich konkret, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die jeder Bürgerin und jedem Bürger die selbstbestimmte Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglicht.

Neben der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Gleichstellung von Homosexuellen und Transgenderpersonen, machen wir uns stark für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Wir fordern hier neben bewusstseinsbildenden Maßnahmen auf allen Ebenen – Schulen, Ausbildungsbetriebe, Universitäten, Unternehmen und Behörden – die Sicherstellung der Beratung und Begleitung von Diskriminierung betroffener Menschen vor Ort. Aber auch die Beratung von Verwaltung und Unternehmen hinsichtlich der Bewusstmachung und Veränderung benachteiligender Strukturen und Verfahren ist ein wesentlicher Bestandteil zum Abbau und Vermeidung von Diskriminierung. Erhebliche Sensibilisierungsdefizite zum Umgang mit Vielfalt insbesondere mit Homosexualität, Bisexualität und Transidentität sind mit ursächlich für homophobe Einstellungen. Außerdem fehlen insbesondere im ländlichen Raum Anlaufstellen für Lesben, Schwule, Transgender und deren Angehörige, die im Fall von Diskriminierung, Gewalt und vorurteilsmotivierter Kriminalität qualifizierte Beratung und Hilfe vor Ort leisten können.

Obwohl Mädchen und Frauen selbstbewusst ihren Platz in Beruf und öffentlichem Leben erobert haben, gibt es noch immer jede Menge Benachteiligungen zum Beispiel im Wirtschafts- und Arbeitsleben oder in Politik und Wissenschaft. Familienarbeit ist zudem meist von traditionellen Geschlechterrollen geprägt. Frauen haben dadurch nicht die gleichen Möglichkeiten, ihre Lebensvorstellungen zu verwirklichen. Das ist nicht nur ungerecht sonder auch wirtschaftlich schädlich.

Männer sind im öffentlichen Leben meist überrepräsentiert. Gleichzeitig wird ihren spezifischen Problemlagen wenig Beachtung geschenkt. Obwohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in vielen Institutionen ein zentrales Thema ist, müssen Männer noch immer gegen Vorurteile ankämpfen, wenn sie sich an Familienaufgaben beteiligen wollen.Wir machen uns deshalb stark für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen. Damit werden individuelle Lebensentwürfe frei von Vorurteilen möglich und alle haben die Chance ihre Ziele auch selbstbestimmt und mit anderen in der Gesellschaft zu verfolgen. Nur so kann Demokratie funktionieren.

Hier finden Sie Aktuelles aus der Frauen- und Gleichstellungspolitik

BILDUNG UND AUSBILDUNG IST GESELLSCHAFTSPOLITIK – WIR WOLLEN EINE HOCHSCHULE FÜR ALLE

Für viele mag Hochschulpolitik ein Feld sein, das nur wenige der Bürgerinnen und Bürger tatsächlich betrifft. Grüne Hochschulpolitik aber ist anders. Wir wollen Hochschulen, die nicht nur Eliten ausbilden und nach mehr und mehr Forschungsgeldern streben. Unsere Vorstellung von Hochschulen – gleich ob Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, Musik-, Film-, Kunsthochschulen u.v.m. – orientiert sich an dem, was Wissenschaft leisten soll – die Schaffung und auch Vermittlung von Wissen. So wollen wir unter anderem, dass der Hochschulzugang nicht mehr von der sozialen Herkunft abhängig ist, dass wissenschaftliche Karrieren von Frauen nicht an der gläsernen Elfenbeindecke scheitern und die Wissenschaften frei von ökonomischen Erwägungen der Hochschulen und Fakultäten gelehrt und gelernt werden können. Letzteres funktioniert aber nur, wenn die Grundfinanzierung der staatlichen Hochschulen durch den Staat auch ausreichend gewährleistet wird. Es muss Schluss sein mit bröckelnden Bauten, überfüllten Kurssälen, katastrophalen Betreuungsschlüsseln und dem auffallend hohen Mangel an Master-Studienplätzen an bayerischen Hochschulen. Die Probleme sind zahlreich und tiefgehend, auch wenn in Bayern immer das hohe Lied der Eliten angestimmt wird. Doch Elite hat nur dann einen wirklichen Wert, wenn Chancengleichheit die oberste Prämisse ist – egal in welcher Hinsicht.

Hier finden Sie Aktuelles aus dem Bereich Hochschulpolitik

DATENSCHUTZ IST BÜRGERRECHT – MEDIEN- UND NETZPOLITIK IST ZENTRALER BESTANDTEIL UNSERER DEMOKRATIE

Das Internet ist da. Und es geht auch nicht mehr weg. Diese Grunderkenntnis hat sich in der Politik quer durch alle Parteien mittlerweile durchgesetzt, auch wenn Angela Merkel das Netz 22 Jahre nach Einführung des ersten grafischen Webbrowsers immer noch als „Neuland“ ansieht. Lange Zeit galt es dennoch als Nischenthema für Nerds (und einige wenige Nerdinnen). Spätestens  vor drei Jahren bei den Protesten gegen das ACTA-Abkommen gezeigt, dass die Freiheit im Internet ein Thema ist, das gerade innerhalb der jungen Generation eine der zentralen Bruchlinien darstellt. Mit der Aufdeckung der NSA-Ausspähung durch Edward Snowden hat der Konflikt Sicherheit versus Freiheit im Internet im Sommer 2013 noch einmal eine ganz neue Dimension gewonnen. Angesichts des Ausmaßes der Überwachung durch fremde Dienst bleibt es unsere Aufgabe, BürgerInnenrechte und Sicherheit unserer Daten im Netz zur verteidigen und gleichzeitig den Digitalen Wandel als Chance für Bildung, Demokratie und politische wie gesellschaftliche Teilhabe kreativ zu Nutzen. Wir Grüne begreifen den Digitalen Wandel nicht rein technokratisch, sondern vor allem auch als gesellschaftliche Herausforderung. Denn so wichtig der Aufbau schneller Internetzugänge gerade für den ländlichen Raum ist, bedeutet es noch weitaus mehr als den Breitbandausbau in ganz Bayern fördern. Es ist ein Querschnittsthema, das alle Politikfelder betrifft: Wirtschaft, Infrastruktur, Medien, Bildung, innere und äußere Sicherheit, BürgerInnenrechte, Datenschutz, Urheberrecht, Kunst und Kultur, Öffentlicher Dienst, Genderpolitik, Energie, Gesundheit, Entwicklung des ländlichen Raums –  um nur einige Beispiele zu nennen.

Hier finden Sie Aktuelles aus den Bereichen Netzpolitik und Datenschutz

Für Mittelfranken im Bayerischen Landtag