Europäische Kulturhauptstadt 2025 Verlängerung der Auswahlfrist bietet Chance, freie Szene in Nürnberg stärker einzubinden

Die Kultusministerkonferenz, die Europäische Kommission und die Kulturstiftung der Länder haben sich auf eine Verlängerung der Frist für die Auswahl der Kulturhauptstadt Europas 2025 um sieben Wochen geeinigt. Das zweite Bewerbungsbuch muss nun bis zum 21. September vorliegen,  am 23. Oktober kommt die Jury-Delegation nach Nürnberg.

„Ich begrüße die Entscheidung der Verlängerung, bin aber nach wie vor der Meinung, dass trotz und gerade wegen Corona darin für Nürnberg eine große Chance liegt“ sagt Verena Osgyan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag.  „Unsere freien Kulturschaffenden haben viel Potenzial um unsere Stadt weiterzuentwickeln. Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig die kulturelle Vielfalt der Stadt ist und wie schnell und kreativ die lokale Kulturszene auf besondere Situationen reagiert.“ Daraus ergeben sich ganz neue Ansätze, Visionen und Perspektiven für die Bewerbungsinhalte, die nun mit einer besseren Einbindung der freien Nürnberger Künstlerinnen und Künstler nachjustiert werden können.

Unerlässlich ist laut Osgyan, dass der Bewerbungsprozess  mit einer stärkeren finanziellen Unterstützung der freien Szene einhergehen muss – und zwar unabhängig vom Corona-bedingten Schutzschirm für Kulturschaffende. „Wenn die unabhängigen Künstlerinnen und Künstler zu einem überzeugenden Programm und zum Erfolg der Kulturhauptstadt-Bewerbung beitragen,  dann ist das nicht umsonst, sondern muss dementsprechend honoriert werden.“ fordert Verena Osgyan

Voraussichtlich am 16. Juni 2020 werden die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Nürnberg auf Einladung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landtags über das Bewerbungsverfahren berichten. Dazu gebeten werden auch die Mitglieder des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst, dem Verena Osgyan angehört. „Ich erhoffe mir, dass die Chance zur Nachbesserung von der Nürnberger Kulturpolitik und dem Bewerbungsbüro erkannt und genutzt wird. Nur so kann ein Programm entstehen, das den Facettenreichtum der Nürnberger Kultur widerspiegelt.“