WerkstattausbilderInnen an Fachoberschulen besser stellen!

ANTRAG

Erfolg im Ausschuss Öffentlicher Dienst!
Unser Antrag, Werkstattausbilderinnen und -ausbilder an Fachoberschulen besser zu stellen wurde am 9. Juni 2015 einstimmig angenommen.

Das Berufsbild der Werkstattausbilderinnen und -ausbilder ist eine Besonderheit des Bayerischen Schulsystems. Sie leisten eine innerschulische fachpraktische Ausbildung im technischen und gestalterischen Bereich an staatlichen Fachoberschulen in Bayern, sind aber trotz ihrer Arbeit an der Schule rechtlich von den übrigen Lehrkräften separiert, werden deutlich niedriger bezahlt und haben keinerlei Aufstiegschancen. Da die berufsvorbereitende Ausbildung in den letzten Jahrzehnten jedoch deutlich anspruchsvoller geworden ist, ist hier eine Anpassung längst überfällig.

Denn die Werkstattausbilderinnen und -ausbilder sind in die Entgeltgruppe 9 TV-L eingruppiert – analog zu Handwerksmeistern – und haben keine Aufstiegsmöglichkeiten, obwohl von ihnen Fach- oder Hochschulabschlüsse erwartet werden.  Fachlehrer an Fachoberschulen werden dagegen bei Vorliegen der beamten-rechtlichen Voraussetzungen in A 9 eingruppiert und haben Aufstiegsmöglichkeiten bis A 12.

Verena Osgyan dazu: „Diese Unterscheidung ist anachronistisch und zeigt, dass insbesondere künstlerische Lehre immer noch viel zu wenig Wertschätzung bekommt. Die Staatsregierung benennt als Lehrinhalte selbst für die Ausbildungsrichtung Gestaltung beispielsweise: Entwicklung persönlicher Fähigkeiten, Erfassen ökonomischer Zusammenhänge sowie Information, Mitarbeit und selbstständige Tätigkeit in den Gestaltungsbereichen Kommunikationsdesign sowie Objektdesign und Industriedesign – alles hochkomplexe Fachinhalte.“

Diese Argumente haben nun auch die CSU-Mehrheit im Ausschuss überzeugt, nachdem wir zu dem Thema bereits mit mehreren schriftlichen Anfragen vorgearbeitet hatten. Nun soll aufgrund unseres Grünen Antrags den Werkstattausbilderinnen und Ausbildern endlich ein Weg aufgezeigt werden, wie sie die volle Lehrbefähigung erlangen können, um ähnliche Aufstiegsmöglichkeiten zu haben wie Fachlehrerinnen und Fachlehrer. Darüber hinaus soll mittelfristig das Berufsbild der Werkstattausbilderinnen und -ausbilder geprüft und überarbeitet werden, um sie voll in den Schuldienst integrieren zu können.

Auch wenn ein Prüfauftrag noch keine sofortige Besserstellung bedeutet – Immerhin ein Anfang!

Den Antrag WerkstattausbilderInnen können Sie hier vollständig einsehen.

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