Surferwelle in Nürnberg: fehlende Transparenz und Öffentlichkeit

PRESSEMITTEILUNG

Nürnberg bietet seinen Bürger*innen ein vielfältiges Sportangebot. Dieser Sportsgeist seitens der Stadt ist zu begrüßen – ebenso wie die Offenheit gegenüber Trendsportarten und Unterstützung unterschiedlicher Vereine und Projekte.

Insbesondere bei der finanziellen Förderung sollte aber eine transparente und offene Diskussion vorausgehen. Diese lässt sich aber bezüglich des geplanten Baus der Surferwelle im Pegnitztal vermissen.

Es hat Eindruck, als wäre der Entschluss bereits gefasst und die Behandlung in der Sportkommission eine reine Scheindebatte. Die Einhaltung von Förderrichtlinien scheint dabei ebenso Fehlanzeige wie ein faires Verhalten gegenüber anderen Vereinen und Initiativen.

Die Nürnberger OB-Kandidatin und Landtagsabgeordnete Verena Osgyan hält eine Surferwelle für eine charmante und attraktive Sporteinrichtung. Gleichzeitig kritisiert sie das geplante Vorgehen der Stadt: „Hier muss gleiches Recht für alle gelten. Die Förderkriterien müssen daher für alle Vereine und Verbände dieselben sein“, so Osgyan.

„Wolle man solche Maßnahmen treffen, müsste man einen Sondertopf im Haushalt einrichten, anstatt Geld aus dem Topf bestehender Sportvereine abzuzwacken“, sagt Achim Mletzko, Fraktionschef von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Er plädiert dafür, hier noch einmal nachzubessern und die Abstimmung über dieses Thema zu verschieben.

6 Gedanken zu „Surferwelle in Nürnberg: fehlende Transparenz und Öffentlichkeit“

  1. Liebe Frau Osgyan
    Man merkt dass Sie nicht mit den Destails des Rathauses vertraut sind und leider einfach auf ein Thema aufspringen.
    Die ganze Thematik Welle hat Ihr Parteifreund Umweltreferent Dr Pluschke an dieser Stelle platziert und darüber den Stadtrat mehrfach informiert.
    Die engen Sportförderrichtlinien hat die Verwaltung ausdrücklich mit der Möglichkeit einer Öffnung für Sonderfälle durch die Sportkommission eingebracht. Seither gab es eine ganze Reihe von Ausnahmen.
    Durch die großen Parteien wurden die Fördermittel verdoppelt und damit geht nichts von den anderen Vereinen ab. Das kann Ihr Parteifreund Mletzko in der nächsten Sportkommission in TOP 3 schon nachlesen.
    Kurzum ich habe den Eindruck Sie kennen die wesentlichen Fakten nicht und wollen im Wahlkampf nur Aufmerksamkeit. Schade, das haben die Surfer nicht verdient.
    Schöner Gruß
    Klemens Gsell

    1. Lieber hr. Gsell,

      der verein „Dauerwelle NürnBErg“ wollte ursprünglich ja seine welle an die wasserwelt Wöhrder See andocken. Damals sagte die stadt nein und gab kein geld. Dort wäre das projekt sinnvoll gewesen, wurden eh schon massive umbaumassnnahmen am Wöhrder See beschlossen.

      Jetzt, wo die welle ins landschaftsschutzgebiet des pegnitztales west soll, ist auf einmal das geld da. Es ist doch dumm, das pegnitztal ost unter naturschutz zu stellen und das pegnitztal west mit einer betonrinne zu versehen und den dortigen baumbestand (jungen, wie alten) für die geplante baumassnahme surf-welle abzuholzen.

      Zum genehmigungsverfahren: Die verwaltung hat also eine öffnung der regularien für die sportkommission eingebracht. Die verwaltung und nicht der demokratisch gewählte stadtrat? Der stadtrat muss also beschlüsse auf grund von verwaltungstechnischen mal eben so geänderten regularien treffen und das bei einer fördersumme von 650.000 Eur?

      Der etat, der der sportkommission zur verfügung steht, wurde deutlich aufgestockt, deshalb müssen angeblich andere vereine nicht auf ihr geld warten. Was aber, wenn diese vereine, die z.b. ihre kinder und jugendarbeit, wie eigentlich vorgeschrieben, leisten, ideen und projekte haben für die sie mehr geld bräuchten? Für das sie aber bisher keine anträge gestellt haben, weil der topf eben so klein war.

      Wurden alle sportvereine informiert, dass sie nun weitere und womöglich erhöhte anträge stellen können, weil der topf sich verdoppelt hat? Ich befürchte nicht und das ist dann eben hinterzimmerpolitik, wenn man sagt, ihr bekommt dasselbe wie jedes jahr, obwohl ihr vllt nach entsprechender diskussion in der sportkommission mehr hättet haben können!

      Mit freundlichen grüssen
      Karsten Neumann

    2. Sehr geehrter herr Gsell,

      die welle ist am Wöhrder see wegen der mangelnden strömung offenbar nicht möglich wie ich soeben der NürnBErger Nachrichten entnehme: https://t1p.de/8fuh

      Warum die welle, wenn NürnBErg schon eine touristenattraktion am fluss haben will nicht in die Altstadt z.b. beim Augustinerhof, da machen die baumassnahmen wenigstens keine natur kaputt und auch mit den hinterlassenschaften möglicher besucher könnte die stadt dort leichter fertig werden als mitten im landschaftsschutzgebiet.

      Ubd über die vergabekriterien muss man wirklich nochmal sprechen, wie auch herr Mletzko richtig heute in der NN zititert wird!

  2. Lieber Herr Neumann
    den Standort und alle Auflagen bis zur Genehmigung hat das Umweltamt unter der Führung des Grünen Umweltreferent erteilt. Vorher hat der Umweltausschuss zweimal einstimmig mit den Grünen dem Standort usw zugestimmt.
    Wichtig ist, dass dort kein Eventplacement entstehen wird sondern eine Sportnutzung.

    Die Ausnahme von der Förderrichtlinie betrifft einerseits die Zeit der Zugehörigkeit zum BLSV. Das ist nur dem Umstand geschuldet, dass es keinen Fachverband Surfen gibt und man jetzt erst einen Weg gefunden hat.
    Ferner geht es um die Quote der Jugend . Da haben wir bei ersten Sportstätten schon immer Ausnahmen gemacht.
    Für Ihr Lieblingsprojekt haben wir auch bürokratische Hemmnisse beseitigt. Es wäre fair, wenn Sie das für Menschen mit anderen Interessen auch tolerieren würden.
    Das gilt auch für die Grünen.
    Schöner Gruß

  3. Lieber Herr Gsell,

    man merkt in Ihren Zeilen an mich, dass Sie in dieser Angelegenheit in die Defensive geraten sind, und das nicht etwa wegen der Thematik der durchaus wünschenswerten „DauerWelle“ im Fuchsloch, sondern wegen Ihres Vorgehens und das einiger Akteure in der Nürnberger Sportpolitik.

    Ich finde es schon bemerkenswert, dass die drei großen Investitionsthemen in der Nürnberger Sportlandschaft allesamt konträr diskutiert werden, obwohl sie selbstverständlich eine Bereicherung für den Nürnberger Sport sind: Die Kletterhalle des DAV auf dem Gelände der ehemaligen DJK Bayern, der neuen Basketball- bzw. Multifunktionshalle für die Falcons im Tillypark und jetzt die Dauerwelle im Fuchsloch.

    Ich meine, es reicht bei keinem der drei Projekte aus, auf eine mehrere Monate zurückliegende Diskussion in der Sportkommission zu verweisen und aus diesem Sachverhalt abzuleiten, dass man diese Projekte über die Presse durch die Sportkommission und den Stadtrat drücken kann.

    Sie wissen doch sehr genau, dass gerade Großprojekte, die ansehnliche Teile der Sportfördermittel über Jahre hinaus binden, mit Bedacht und Umsicht im Bereich der Sportlandschaft eingebracht, diskutiert und wenn möglich einstimmig auf den Weg gebracht werden sollten.

    Insofern beobachte ich nun schon seit geraumer Zeit, dass es allzu häufig zu einem eher autoritären Umgang mit dem ehrenamtlichen Stadtrat kommt, frei nach der Devise: „Das haben wir doch schon diskutiert, stellt euch mal nicht so an“.

    Darüber hinaus drängen Sie den ehrenamtlichen Stadtrat in eine schwierige Position, denn ein kritisches Hinterfragen der Großinvestitionen führt schnell zu dem Eindruck, dass die Kritiker grundsätzlich gegen diese Projekte eingestellt wären. Ich sehe, dass das bei den Kritikern überhaupt nicht der Fall ist, aber der Ärger in der Nürnberger Sportlandschaft über diesen Stil ist schon beträchtlich und ich frage mich warum …

    Lieber Herr Gsell, ich glaube Sie übersehen, dass eine ganze Reihe von Sportfunktionär*innen das mit zusammengebissenen Zähnen hinnehmen – denn deren Abhängigkeit bei der Vergabe von Zuschüssen ist groß, das wissen Sie natürlich sehr genau.

    Gestatten Sie mir zum Schluss noch eine kleine Anmerkung: Dass das Bauwerk im Fuchsloch erheblich teurer wurde als vom Verein anfangs gedacht, liegt nun einmal ganz grundsätzlich nicht an den Auflagen des Umweltamtes, wie Sie für die Sportkommission schreiben, sondern an der Fachferne der Vereinsakteure. Ich werfe dies den Vereinsvertretern nicht vor, denn das Thema ist diffizil und es gibt dafür in der Republik wenig direkt Vergleichbares, auch nicht in München. Da geht man schnell von ungefähren Baukosten aus und übersieht die Umweltbelange. Von Ihnen als ehemaligem Umweltreferenten hätte ich an dieser Stelle ein etwas anderes Verständnis für die Gesamtsituation erwartet.

    Lieber Herr Gsell, ich denke, es warten spannende Monate auf uns. Die Sportentwicklung in Nürnberg ist ein sensibles Feld. Ich hoffe, Sie sehen das ebenso.

  4. Sehr geehrter hr Gsell,

    man muss ja, was ein amt entscheidet nicht immer für gut befinden.

    Das verkehrsplanungsamt der stadt NürnBErg befindet es auch für gut den radweg am frauentorgraben einfach auf den gehweg zu malen und den fussgänger ganze 70 cm platz zu lassen.

    Die müssen dann im gänsemarsch laufen und, wenn sich zwei begegnen, muss einer auf den viel befahrenen radweg ausweichen.

    Besonders lustig wird es, wenn eine ganz touristengruppe vom Germanischen ins DB museum will oder umgekehrt und zufällig auch noch mehr als ein, zwei, drei radler kreuzen.

    Die entscheidung eines NürnBErger amtes den kfz fünf bis sechs spuren dort zu lassen und die fussgänger in den gänsemarsch zu zwingen halte ich also für falsch und nicht tragbar.

    Ich halte also die surfwelle dort für fehl am platz, umweltamt hin oder her.

    Die surfwelle mag wichtig für die entwicklung von sport und stadt sein, aber dann bitte in der altstadt wo die pegnitz eh schon noch mehr kulturalsiert ist.

    Das Fuchsloch ist sicherlich auch kein unberührtes stück natur mehr, so wie es das z.b. vor dem WKII dort war, aber gerade dieses eck ist noch irgendwie sich selbst überlassen, die grillen zirpen aktuell dort, es ist eine kniehohe wiese. Sich selbst überlassen, das finde ich wichtig, auch für die entwicklung einer stadt!

    Eine stadt braucht auch solche flächen, gerade weil derzeit ja alles irgendwie zugebaut wird. Wir sind nicht mehr im 20 jhd. wo man alles und jeden stein vom menschen gemacht haben muss, das haben wir jetzt an der wasserwelt des Wöhrder See. Überlassen sie dieses stück natur bitte einfach mal sich selber.

    Zu ihrer anspielung auf mein lieblingsprojekt, da gehe ich von Bethang rundwanderweg aus, den sie meinen.

    Dieser wird derzeit seitens der stadt NürnBErg ausschlieslich vom kulturreferat unterstützt. Die anträge stellt alle der Fränkische Albverein. Ich persönlich habe damit nichts zu tun, bin auch kein mitglied im verein. Schon allein jedoch die relation der summe von kostenvoranschlag der beiden projekte und womöglich ausgezahlter fördersumme ist da so himmelweit auseinander, dass mir da ein vergleich schwer fällt.

    Welche vorgehensweise das kulturreferat konkret da gewählt hat, weiss ich auch nicht, wo also die von ihnen offenbar geschilderte ausnahme liegt. Der Fränkische Albverein ist der antragsteller und er ist es auch der, den weg markiert. Ich bin der spiritus rektor, wenn sie so wollen, der ein wirklich geringes honorar vom Albverein bekommt, vorausgesetzt dieser bekommt die entsprechenden fördermittel.

    Der Albverein hat auch einen antrag bei der zukunftsstiftung der Sparkasse gestellt so weit ich weiss, welche unbürokratischen lösungen sie da evt. als stiftungsvorstand planen, über ihre eigenen regularien hinaus, weiss ich nicht.

    Ich weiss auch nicht ob seitens der Sparkassen zukunftsstifutng da über ausnahmen notwendig wären. Das können nur sie als vorstand beurteilen.

    Ich jedenfalls verlange so etwas nicht, unabhängig von dem wesentlichen unterschied die mögliche fördersumme betreffend.

    Ich würde sie also dringenst bitten mir genau mitzuteilen, welche „bürokratischen hemnisse wir beseitigt haben“, wie sie sich ausdrücken, damit ich auf diesen einwand eingehen kann.

    einen zuschuss zu gewähren, der ja den bisher geltenden regularien entspricht hat ja nichts mit dem beseitigen von bürokratischen hemmnissen zu tun. Der Fränkische Albverein sit ein seriöser verein, der seriöse arbeit für die allgemeinheit macht, 69% der NürnBErger gehen gerne wandern, das sind als über 250.000 einwohner. da können sie gerne mal die relation zur surfwelle überdenken.

    Wie gesagt, die stadt hat 16 mio für den Z-bau ausgegeben, warum nicht 650.000 für surfer. Es gibt aber viele fragen: wer pflegt die anlage, die grünzone aussen rum z.b. SÖR ist ja jetzt schon hilflos überlastet. Sind sie sich also auch über die folgekosten im klaren. wer beseitig evt müll der besucher usw.

    Der verein Dauerwelle hat ganze 97 zahlende mitglieder, die es, folgt man den online kommentaren bei nordbayern.de, nicht einmal innerhalb von einderthalb wochen auf die reihe bekommen, eine aktuelle presseerklärung nebst entsprechender computermontage bei der NN abzugeben, nachdem der erste kritische artikel ersheinen ist. Mitglieder des vereins beschweren sich aber offensictlich in der kommentarfunktion, dass das bildmaterial, dass die NN verwendet gnadenlos veraltet sei.

    Im übrigen sieht man ja was für ein geistes kind hinter der sache steht, wenn man sich diese erste montage mit den parkplätzen im hintergrund ansieht. Aber jeder darf dazu lernen, bitte.

    Man möchte jetzt auf die parkplätze der nahen fussballvereine ausweichen, was aber, wenn die ein spiel haben an einem sonntag? wird dann wieder wie in NürnBErg so häufig üblich der gehweg der Adolf Braun strasse zugeparkt?

    Das halte das alles für unausgegoren und abstrus. Kurz gesagt, einfach die falsche stelle.

    In dem sinne als nochmal: schön, wenn das umweltamt bereits entschieden hat. Ich befinde diese entscheidung nicht für richtig.

    Als künstler habe ich auch eindeutig andere vorstellungen von einer touristenattraktion für die stadt NürnBERg, das müssen sie mir schon zugestehen. Es ist immer schwer förderungen zu vergleichen, aber zu bedenken gebe ich ihnen, dass das neue museum NürnBErg hat einen ankaufsetat seitens des Freistaates hat der sich auf 16.000 Eur beläuft. Das ist lächerlich, auch so könnte ihr parteikollege Markus Söder, der das projekt ja auch grosszügig fördern will, touristenattraktionen für die stadt machen.

    Ich werde wegen der sache nicht vor´s verwaltungsgericht gehen, da hab anderes zu tun, aber ich werde mich dazu weiterhin äussern.

    Wenn sie mir also bitte zeitnah über die „unbürokratische beseitigung von hemmnissen“, was sie konkret damit meinen, wo z.b. förderregularien ausser kraft gesetzt wurden, bei einem antrag womöglich, den ich auf alle fälle aber nicht selbst gestellt habe, berichten wollen, freue ich mich!

    Mit freundlichen grüssen
    Ihr
    Karsten Neumann

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