Uni Eichstätt: Privilegierter Einfluss der Kirche nicht nachvollziehbar

PRESSEMITTEILUNG

Grüne: Personalpolitisches Desaster bringt einst renommierte Einrichtung in Verruf

An der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt droht, wie Medienberichten zu entnehmen ist, der fünfte Führungswechsel in nur sechs Jahren.  Die hochschulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Verena Osgyan, stellt angesichts des personalpolitischen Desasters an der Spitze der Uni Eichstätt das  Finanzierungs- und Mitbestimmungskonstrukt der Einrichtung grundsätzlich in Frage.

„Da der Freistaat Bayern zu 80 Prozent an der Finanzierung der Einrichtung beteiligt ist, ist der privilegierte Einfluss der Kirche auf Personalentscheidungen nicht nachvollziehbar“, kritisiert die Hochschulpolitikerin.
Die Landtags-Grünen befürchten angesichts des nun anstehenden Führungswechsels  einen Imageschaden für die Uni Eichstätt. Verena Osgyan: „Als verantwortliche Politikerinnen haben wir eine Fürsorgepflicht für die Studierenden. Die haben einen Anspruch auf ein ordentliches und qualitativ hochwertiges Studium an einer seriösen Hochschule.“ Es sei unverständlich, dass die Kirche dem Angebot des Landtags zu einer intensiveren Zusammenarbeit bislang nicht nachgekommen ist. „Dieses sprichwörtliche Kirchturmdenken bringt jetzt eine ehemals renommierte Einrichtung in Verruf“, befürchtet Verena Osgyan, „hier fehlt ein klares Profil ebenso, wie ein zukunftsfähiges wissenschaftliches Konzept.“ Über die Vorgänge in Eichstätt soll nun das Kultusministerium im Landtag berichten, wie es die Grünen gemeinsam mit der SPD in einem Antrag fordern.

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