Neues Gesamtkonzept für Frauenhäuser ist überfällig

PRESSEMITTEILUNG

Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Frauen- und Gleichstellungspolitik Verena Osgyan  zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen: Freistaat Bayern muss seiner Fürsorgepflicht nachkommen!

Jede dritte Frau in der EU hat seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder/und sexuelle Gewalt erfahren: am Arbeitsplatz, zu Hause, im Internet oder in der Öffentlichkeit. Die Zahlen der von Gewalt betroffenen Frauen sind erschreckend. In Bayern gibt es aber nur 38 staatlich geförderte Frauenhäuser mit rund 340 Plätzen.
„Das ist zu wenig. Seit 1993 wurden weder die Bedarfe offiziell ermittelt noch das Gesamtkonzept für Frauenhäuser überarbeitet“, kritisiert Verena Osgyan, frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen.
Nach jahrelangem Druck der Opposition wurde vor mehr als einem Jahr eine Studie hierzu in Auftrag gegeben, deren Ergebnis mit Spannung erwartet wird.


„Die Zahlen werden belegen, dass der Bedarf an Plätzen für Frauen, die vor Gewalt fliehen, deutlich über dem liegt, was bislang finanziert wird“, prognostiziert Verena Osgyan. „Das wird die CSU-Regierung nicht freuen; es entspricht aber staatlicher Fürsorgepflicht, Menschen vor Gewalt zu schützen. Und dazu gehören nun mal leider mehr als 20.000 Frauen jährlich in Bayern, die Opfer von häuslicher Gewalt werden.“

Den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am Mittwoch, den 25. November  nimmt Verena Osgyan auch zum Anlass, nach dem Verbleib der im September letzten Jahres beauftragten Bedarfsermittlungsstudie zu forschen.  Die Antwort wird kommenden  Donnerstag erwartet.

 

 

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