Mit Aufklärung und Hilfsangeboten verbotener Praxis der Genitalverstümmelung aktiv entgegentreten

GRÜNE WOCHE

Zustimmung aller Fraktionen für den Antrag der Grünen „Schutz vor Genitalverstümmelung sicherstellen, Hilfsangebote fördern“ im Ausschuss für Gesundheit und Pflege am 5. Juli 2016.

Mit Prävention und besseren Hilfsangeboten wollen die Landtags-Grünen in Bayern der verbotenen Praxis der Genitalverstümmelung entgegentreten. Verena Osgyan, frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, sieht Bayern in der Pflicht, den geschätzt 5.000 betroffenen Frauen und 1.000 von Genitalverstümmelung bedrohten Mädchen im Freistaat aktiv beizustehen: „Wir dürfen die Betroffenen nicht im Stich lassen und die Verantwortung auf den Bund abschieben“.

Den Landtags-Grünen geht es nicht nur um den präventiven Schutz oder die Aufklärung über die Strafbarkeit, sondern auch um den Zugang zu den Familien, zu den betroffenen Mädchen und Frauen und um die Sensibilisierung der Gesundheitsberufe. Die Landtags-Grünen fordern deshalb in ihrem Antrag zu überprüfen, ob und wo noch Handlungsbedarf bei den Beratungs- und Aufklärungsangeboten, der medizinischen Versorgung oder in der Schule besteht.

„Wir sind der Ansicht, dass wir unbedingt mehr niedrigschwellige Hilfsangebote brauchen“, so Verena Osgyan  – sowohl in bestehenden Einrichtungen der Familienberatung als auch über eine ausreichende Finanzierung der Organisationen, die bereits jetzt über medizinische, psychische und strafrechtliche Folgen der Genitalverstümmelung aufklären. Für bereits Betroffene muss eine bedarfsgerechte psychosoziale und medizinische Versorgung sichergestellt werden. Das gesamte Gesundheitspersonal soll schnell den Weg zu passenden Hilfsangeboten weisen und entsprechend sensibel mit den Betroffenen sowie auch mit deren familiären Umfeld umgehen können.

Hier gibt es den Antrag der Grünen „Schutz vor Genitalverstümmelung sicherstellen, Hilfsangebote fördern“ als pdf

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