Mädchen und Frauen wirksam schützen

PRESSEMITTEILUNG

Verena Osgyan zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung

München – Weltweit sind laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 150 Millionen Frauen von Genitalverstümmelungen betroffen. Jährlich sind rund drei Millionen Mädchen gefährdet genital verstümmelt zu werden. „Schwerste Traumatisierungen sind die Folge“, erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Verena Osgyan, anlässlich des Internationalen Tags gegen Genitalverstümmelung an Frauen und Mädchen am 6. Februar. „Die Betroffenen leiden ihr Leben lang unter dieser grausamen Praktik.“

Genitalverstümmelung sei ein Verstoß gegen zivile, soziale, politische und kulturelle Menschenrechte von Frauen. Eine internationale Ächtung sei daher Grundlage für den Kampf gegen diese eklatante Menschenrechtsverletzung gegenüber Frauen. Auch hier in Deutschland würden nach Berechnungen von Terre des Femmes rund 25.000 Frauen leben, die bereits betroffen seien und mindestens 6.000 Mädchen und Frauen würden als akut gefährdet gelten. Aus Bayern seien leider keine Zahlen bekannt. „Obwohl Frauenorganisationen seit Jahren einen nationalen Aktionsplan fordern, steht das Thema immer noch nicht auf der politischen Agenda“, so Verena Osgyan. „Wir müssen Frauen und Mädchen wirksam vor Genitalverstümmelung schützen und bereits Betroffenen medizinisch helfen – Sozialministerin Müller muss sich hier mehr ins Zeug legen.“

Auch Migrantinnen und Asylbewerberinnen aus den afrikanischen Staaten seien betroffen. „Hier gilt es nachzubessern, aufzuklären und die richtigen Maßnahmen in die Wege zu leiten, ausgestattet mit den notwendigen Mitteln.“ Die Landtags-Grünen fordern deshalb eine bayernweite Informations- und Aufklärungskampagne in verschiedenen Sprachen über Rechte und Folgen von Genitalverstümmelung. „Das zuständige Fach- und Lehrpersonal an Jugendämtern und in Schulen sowie die Polizei und Strafverfolgungsbehörden müssen sensibilisiert und die Problematik in die Aus-, Weiter- und Fortbildung des Gesundheitspersonals verankert werden“, so Verena Osgyan. „Auch in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge muss Beratung angeboten und betroffenen Frauen und Mädchen maximaler Schutz gewährleistet werden.“

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