Hochschulstandort Nürnberg: Grüne fordern Fakten statt PR

PRESSEMITTEILUNG
Eine Pressekonferenz mit drei Ministern gab es schon. Ein Konzept gibt es noch nicht. Die von Herrmann, Spaenle und Söder vergangene Woche verkündete Weiterentwicklung des Hochschulstandorts Nürnberg ist nach Informationen der Landtags-Grünen noch mehr Wunsch, als Wirklichkeit. In seiner Antwort auf eine Anfrage der hochschulpolitischen Sprecherin Verena Osgyan räumte das Kultusministerium ein, dass das unter großer medialer Beteiligung vorgestellte Konzept noch gar nicht existiert, sondern erst erarbeitet wird.
„Jetzt ist auch klar, weshalb Minister Söder die Höhe der für den Ankauf der AEG- Liegenschaften nötigen Mittel nicht nennen kann“, so Verena Osgyan. Wenn es noch keine Detailplanungen gebe, könne man eben auch keine Aussagen über die Kosten treffen. „Wir gehen davon aus, dass entgegen den Behauptungen des Ministers bislang noch keine Haushaltsmittel eingeplant sind“, nimmt Verena Osgyan Bezug auf die spärlichen Auskünfte des Kultusministeriums und die Tatsache, dass es diesbezüglich noch keinen parlamentarischen Entscheidungsprozess gab.Grundsätzlich „stehen auch die Landtags-Grünen für die Stärkung des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts Nürnberg“, unterstreicht Verena Osgyan. „Doch die Absichtserklärungen der vergangenen Woche waren wohl eher ein Schnellschuss in der Debatte um das Quelle-Areal.“ Nun sei es an der Zeit, die Luftblase mit Leben und Inhalten zu füllen und das Versprechen, das die drei Minister dem Standort Nürnberg gegeben haben, auch einzulösen „Darauf werden wir ein ganz genaues Auge haben.“ Die Landtags-Grünen verlangen vom Kultusministerium nun einen detaillierten Bericht zu den Planungen für den Nürnberger Hochschulstandort. „Wir wollen Fakten anstatt PR.“

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