Grüne fordern erfolgreich Bericht über das Deutsche Museum

Im Wissenschaftsausschuss am 22. Mai 2019 forderten die Landtagsgrünen per Antrag einen Bericht der Staatsregierung zum derzeitigen Stand der Generalsanierung des Deutschen Museums. In den vergangenen Monaten hatte sich herausgestellt, dass weder der Zeitplan noch das Budget für die Fertigstellung des Forschungsmuseums zu halten sind. Von Anfang an war das Projekt mit der heißen Nadel gestrickt gewesen, ein zu geringes Budget und zu wenige Puffereingestellt gewesen. Landtag und Öffentlichkeit wurden viel zu spät informiert.

Bei der weiteren Planung müsse neben dem Bau vor allem ein Augenmerk auch auf das Ausstellungswesen gelegt werden, so die Landtagsabgeordnete Verena Osgyan. „Ein neues Gebäude ist toll, aber Kernstück des Museums sind natürlich seine Ausstellungen!“ Es müsse nun ein Weg gefunden werden, wie die Sanierung weitergeführt werden kann. „Denn das Deutsche Museum ist ein sehr wichtiger Teil unserer Museumslandschaft und vor allem in der Vermittlung von naturwissenschaftlichen Fakten unvergleichlich“, so die grüne Wissenschaftspolitikerin

Die Grünen wollen sich nun für eine engere Begleitung der Generalsanierung durch den Landtag stark machen. Ihr Antrag fordert, dass Staatsregierung und Deutsches Museum dem Ausschuss Rede und Antwort unter anderem über folgende Themen geben: Den aktuellen Stand allgemein, incl. Kostensteigerungen und darüber ob die Kostenreserve reicht. Welche der Planungsszenarien für die Realisierung nun weiter verfolgt werden. Wie der Landtag nun weiter einbezogen werden soll. Welche Konsequenzen aus Controlling- und Statusbericht gezogen werden.

Nach einer Debatte über die bisher bereits öffentlich gewordenen Fakten zur Generalsanierung wurde der grüne Berichtsantrag angenommen. Am 3. Juli werden nun Staatsminister Sibler, Museumsdirektor Heckl und der Generalbevollmächtigte Bau des Deutschen Museums vor dem Ausschuss erscheinen.

Über die Auswirkungen der Insvolenz des Planungsbüros Schmidt-Schicketanz und Partner wurde anschließend in nichtöffentlicher Sitzung berichtet. Immerhin sei nun klar, dass nicht dass DeutscheMuseum die Insolvenz verschuldet habe, so Osgyan.

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