Ärztliche Betreuung in der ZAE Zirndorf endlich ausbauen!

PRESSEMITTEILUNG

Verena Osgyan kritisiert Hinhaltetaktik der Bayerischen Staatsregierung

Die Nürnberger Grüne Landtagsabgeordnete Verena Osgyan fordert die Bayerische Staatsregierung auf, sich endlich mit mehr Vehemenz und Engagement für den Aufbau eines ärztlichen Versorgungszentrums einzusetzen. Auf eine Anfrage zum Plenum hatte die Abgeordnete die Antwort erhalten, dass ein Anbau zur Unterbringung von Verwaltungseinheiten geplant sei, und nach dessen Fertigstellung und dem Umzug der Verwaltung frei werdende Räumlichkeiten im Haupthaus für die ärztliche Versorgung zur Verfügung stünden. „Das entspricht in keinem Maße unserer Vorstellung eines längst überfälligen ärztlichen Versorgungszentrums. Dieses muss Priorität vor Verwaltungsräumlichkeiten haben und darf nicht an letzter Stelle der Planungskette stehen“, fordert Verena Osgyan.

Hinzu komme, dass für ein Gesundheitszentrum im September 2014 bei der Stadt Zirndorf schon eine Baugenehmigung in einem separaten Bereich der ZAE eingeholt wurde, der die Stadt auch zugestimmt habe. Seitdem aber wurde die Ausführung offenbar wieder eingestellt, wie das Antwortschreiben zeige. Allen Verantwortlichen sei die Dringlichkeit eines Gesundheitszentrums klar, umso unverständlicher bleibe die neuerliche Zurückstellung.

Die Anfrage zum Plenum mit Antwort finden Sie hier:
Anfrage der Abgeordneten Verena Osgyan zum Plenum vom 11. März 2015
„Da die Bayerische Staatsregierung in ihrer Antwort auf eine schriftliche Anfrage vom 28.05.2014 bestätigte, dass in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf eine ärztliche Versorgungsstelle eingerichtet werden solle, frage ich heute die Bayerische Staatsregierung, welcher Standort für das Zentrum inzwischen ausgewählt wurde, wann die Arbeiten zur Errichtung des Zentrums begonnen werden und wann mit der Inbetriebnahme des Zentrums gerechnet werden kann.

Antwort durch das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration:
Aufgrund der besonderen Umstände im Verhältnis zur Anschlussunterbringung (erhöhte Orientierungsschwierigkeiten aufgrund erstmaligen Ankommens in einer fremden Kultur, erstmalige Einbindung in das hiesige Gesundheitssystem nach Zustand der schlechten Versorgung im Heimatland und/oder auf der Flucht, kurze Verweildauer) richtet der Freistaat Bayern derzeit in sämtlichen Aufnahmeeinrichtungen sowie deren Dependancen und Notunterkünften sog. Ärztezentren ein, um die kurative Versorgung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern – neben einem medizinischen Kurzscreening und der Gesundheitsuntersuchung nach § 62 Asylverfahrensgesetz – in den Aufnahmeeinrichtungen vor Ort auf niederschwelliger Basis vornehmen zu können. Die Ärztezentren umfassen neben der allgemeinmedizinischen Versorgung in der Regel auch die Bereiche Gynäkologie, Pädiatrie und Psychiatrie. Neben diesem Versorgungsangebot bleibt es auch hier den Menschen unbenommen, sich mit einem Krankenschein an die niedergelassenen Ärzte vor Ort zu wenden.
Bereits jetzt erfolgt die medizinische Versorgung in Räumlichkeiten der ZAE Zirndorf. Nach Fertigstellung des dort derzeit in Planung befindlichen Anbaus zur Unterbringung von Verwaltungseinheiten wird ein Teil der dann frei werdenden Räumlichkeiten im Haupthaus für das Ärztezentrum zur Verfügung gestellt. An der Umsetzung des Anbaus wird mit Nachdruck gearbeitet. Ein konkreter Fertigstellungstermin kann jedoch noch nicht genannt werden.

 

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