Kritik an der Verteilung der Mittel des Kulturfonds

PRESSEMITTEILUNG

Mittelfranken mit 11,2% erneut stark unterrepräsentiert

Die Vorstellung der geförderten Projekte aus den Mitteln des Kulturfonds Bayern im Haushaltsjahr 2017 im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags kommentiert die Nürnberger Abgeordnete Verena Osgyan wie folgt:

„Ich freue mich, dass mit Projekten wie z.B. der Aufführung des Musicaltheaters „Mademoiselle Marie“ in Oradur sur Glane oder der „Ortung X“ in Schwabach einige profilierte Kulturangebote aus der Region gefördert werden. Dennoch ist es enttäuschend, dass Mittelfranken mit insgesamt 11,2% der Fördersumme im Vergleich der Bezirke zum wiederholten Male sehr weit hinten steht. Der Kulturfonds ist ein gutes Förderungsinstrument, bleibt aber erneut unter seinen Möglichkeiten. Insbesondere muss die Gewichtung künftig deutlich mehr in Richtung kultureller Projekte und weg von den großen Baumaßnahmen erfolgen, um die kulturelle und regionale Vielfalt Bayerns besser abbilden zu können. Es kann nicht sein, dass durch den Kulturfonds weiter laufend Haushaltslöcher in diesem Bereich gestopft werden – im aktuellen Förderplan fließt erneut der Löwenanteil der Gelder in Denkmalschutz und Bauunterhalt. Stattdessen brauchen wir eine deutlich flexiblere Förderung, die bei den Kulturschaffenden selbst ansetzt. Projekte in Nürnberg und München sind nach wie vor von der Förderung ausgenommen – das ist anachronistisch und vernachlässigt die freie Kulturszene in den Metropolen! Und gerade den vielen kleineren Projekten wäre geholfen, wenn die Mindestförderung wieder wie früher auf 5000 Euro abgesenkt werden und auch mehrjährige Projekte gefördert werden könnten.“

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