Kulturförderung flexibel ausbauen!

GRÜNE WOCHE

Kulturförderung regional besser verteilen, Künstler und Künstlerinnen mehr fördern und die starre Bürokratie transparent und flexibel gestalten! Das fordern Verena Osgyan und ihre Fraktionskollegin Rosi Steinberger bei der Verteilung der Kulturfondmittel im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst.

Die Verteilung der Mittel aus dem Kulturfonds (Drs. 17/3642) stand in dieser Woche auf der Tagesordnung des Kulturausschusses. In der Diskussion zeigte sich einmal mehr, wie weit Bayern von einer regional ausgewogenen Kulturförderung entfernt ist. „Der Kulturfond ist hierfür zwar grundsätzlich ein geeignetes Mittel, bei der konkreten Umsetzung hakt es aber noch gewaltig“, erklärte Rosi Steinberger, Grünes Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst. Besondere Kritik rief die Mittelkürzung hervor, die von der CSU-Fraktion mit dem letzten Haushalt – gegen den Widerstand der Landtagsgrünen – beschlossen wurde. „Obwohl der Förderbereich ausgedehnt wurde, sinken die Mittel. Das ist ein Skandal“, so Steinberger. Zudem finden sich in der Liste der geförderten Projekte überwiegend bauliche Maßnahmen. Dabei sollten doch eigentlich die Künstlerinnen und Künstler mit ihren jeweiligen kreativen Ideen im Mittelpunkt stehen. Ein weiteres Problem sind – insbesondere in der Fläche – die starren Förderrichtlinien. So behindern die Anhebung der Bagatellgrenze von 5.000 auf 10.000 Euro sowie die zum Teil sehr komplizierten Antragsverfahren gerade kleinere Projekte auf dem Land. Gleichzeitig werden Künstlerinnen und Künstler aus München und Nürnberg pauschal von der Projektförderung ausgeschlossen. „Hier brauchen wir insgesamt mehr Flexibilität und eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Zielgruppe“, forderte Rosi Steinberger. Gemeinsam mit ihrer Fraktionskollegin Verena Osgyan kündigte sie an, sich auch künftig für mehr Transparenz und eine projektfreundlichere Auslegung der Förderrichtlinien des Kulturfonds einzusetzen.

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