29 Jahre Tschernobyl: Will noch jemand mit dem Restrisiko spielen?

AKTION

Zusammen mit dem Ortsverband Lauf erinnerte Verena Osgyan am 23. April 2015 mit einer Plakataktion an die Atomkatastrophe von Tschernobyl – um im Bewusstsein an die endlosen Folgen aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.

29 Jahre sind seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vergangen. Der 26. April 1986 hat den Deutschen die Risiken der Atomenergie auf dramatische Weise bewusst gemacht. Die katastrophalen Ereignisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ließen 2011 die Erinnerungen an Tschernobyl wieder aufleben – und der nächste GAU kann schon morgen passieren.


Die Auswirkungen des Super-GAU von Tschernobyl waren verheerend. Bayern war am stärksten betroffen von Jod und Cäsium, das durch den Regen aus der radioaktiven Wolke in den bayerischen Boden gespült wurde. Die Folgen kann man weder sehen noch riechen oder schmecken, sind aber bis heute in Flora und Fauna messbar. So sind beispielsweise Wildschweine in Bayern auch nach 29 Jahren noch deutlich radioaktiv belastet, der zulässige Grenzwert von Verstrahlung wird teilweise um mehr als das Zehnfache überschritten.

Tschernobyl und die katastrophalen Folgen des radioaktiven Fallouts dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Atomenergie ist eine nicht beherrschbare und sehr gefährliche Risikotechnologie. Wir wollen den Atomausstieg beschleunigen und die Energiewende umsetzen und nicht mit dem Restrisiko spielen. Dass der Atomausstieg schneller gehen kann, zeigt die vorzeitige Stilllegung von Grafenrheinfeld, das offensichtlich schon längst nicht mehr für die Stromversorgung benötigt wird.

 

 

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