Zurück an den Campus – zurück in die Ungewissheit

Verena Osgyan sieht massive Unsicherheiten für Corona-Jahrgänge an den Bayerischen Hochschulen

Gut einen Monat vor Start des Wintersemesters an den Bayerischen Hochschulen bestehen nach Ansicht der hochschulpolitischen Sprecherin der Landtags-Grünen, Verena Osgyan, noch zu viele Unsicherheiten, als dass ein Start bei Null ohne weiteres möglich wäre: „Wir freuen uns, dass endlich wieder Präsenzlehre an den Hochschulen möglich ist. Dennoch ist klar: auch das Wintersemester wird nicht nahtlos an den Vor-Corona-Zustand anknüpfen können. Leider hat sich Staatsminister Sibler mit keinem Wort dazu geäußert, wie es mit den Corona bedingten Nachteilsausgleichen für Studierende nun weitergeht. Denn dass eine ganze Generation von Studierenden nach mittlerweile drei digitalen Semestern nicht plötzlich wieder Regel-Studienzeiten unterworfen werden kann, die früher schon sehr eng bemessen waren, versteht sich eigentlich von selbst.“ 

Verena Osgyan hat die Sorge, dass Hochschulen und Studierende noch eine ganze Bugwelle an aufgestauten Aufgaben vor sich herschieben: „Es müssen noch zahlreiche geschobene Prüfungen nachgeholt werden, ebenso Praktika und Kurse. Auch die Hochschulen werden hier personell und baulich über ihre Grenzen kommen. Es stehen nun plötzlich nicht mehr Lehrende und Räumlichkeiten zur Verfügung. Neben diesen strukturellen Problemen, die der Minister nicht angesprochen hat, wissen viele Studierende nicht, wie die Härtefallregeln künftig gehandhabt werden, wie z. B. die Bafög-Bezugsdauer und Regelstudienzeiten. Es ist schade, dass die jungen Menschen hier in der Luft hängen gelassen werden.“