Hochschulen leiden unter staatlich verordneter Mängelverwaltung

PRESSEMITTEILUNG

Verena Osgyan rügt fehlende Grundfinanzierung

München (22.1.2015) Als „klaren Fehler im System“ bezeichnet die hochschulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Verena Osgyan, die angekündigte und inzwischen wieder zurückgenommene Kündigung von 13 wissenschaftlichen Mitarbeitern an der Philosophischen Fakultät der Universität Passau. „Hier sehen wir die Auswirkungen der staatlich verordneten Mängelverwaltung“, analysiert Verena Osgyan.

Die Verweigerung einer ausreichenden Hochschul-Grundfinanzierung durch die CSU-Staatsregierung führe gerade in geisteswissenschaftlichen Fächern zu drastischen finanziellen Engpässen. „Hier gibt es so gut wie keine Drittmittelforschung, die Finanzierungslücken schließen könnte“, so Verena Osgyan.

Es räche sich nun überdies, dass die CSU 2013 die Oppositionsforderung abgelehnt hat, die Kompensation der Studiengebühren an die Entwicklung der Studierendenzahlen zu koppeln. Auch seien die zusätzlichen Bundesmittel durch die BAföG-Übernahme zum Stopfen von Haushaltslöchern missbraucht worden. „Das Geld fehlt den Hochschulen an allen Ecken und Enden“, klagt Verena Osgyan. Die CSU verspiele derzeit leichtfertig „Bayerns Zukunft als ernstzunehmender Wissenschaftsstandort“.

Die Landtags-Grünen fordern nochmals eindringlich eine grundlegende Änderung der Hochschulfinanzierung in Bayern und die Einführung eines Verhaltenskodex, um Möglichkeiten auf Landesebene zu nutzen, prekäre Beschäftigungsverhältnisse einzudämmen. Hierin verpflichten sich die Hochschulen u.a. den wissenschaftlichen Nachwuchs angemessen zu vergüten und befristete Verträge nach Möglichkeit zu vermeiden.

 

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