VERANSTALTUNG
Podiumsgespräch BLZ mit Politik und Wissenschaft am 14. Oktober in Nürnberg
Demokratie braucht Politikerinnen und Politiker. Doch Hass, Hetze und Gewalt gegen Menschen, die sich politisch engagieren, haben in den jüngsten Jahren enorm zugenommen. Zu den dramatischen Höhepunkten der Entwicklung gehören die Ermordung des hessischen Regierungspräsidenten Lübcke 2019 und die Messerattacke auf die spätere Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker 2015. Erinnerungen an „Weimarer Zustände“ wurden wach.
In einem sich verschärfendem Klima fühlen sich viele Kandidatinnen und Kandidaten sowie gewählte Politikerinnen und Politiker beunruhigt. Bedrohungen und tätliche Übergriffe etwa beim Wahlkampf an Ständen und bei Aktionsbühnen, aber auch gegen Familien und Mitarbeitende sind keine Seltenheit. Einzelne Amtsträger hatten deshalb eine Neukandidatur ausgeschlossen – z. B. der bisherige Bürgermeister von Dingolfing für die Kommunalwahl im März 2026. Viele politische Gestaltende nehmen nach wie vor mit Engagement und ohne Furcht ihre Aufgabe wahr – sie handeln trotz Hass, Hetze und Gewalt. Was bewegt sie, welche Erfahrungen sammeln sie und wie reagieren sie auf Aggressionen oder Gewalt? Politik als Handlungs- und Tatort?
Zu einem Podiumsgespräch mit Politikerinnen und Politikern sowie einer Kriminologin lädt die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit am 14. Oktober 2026 von 18.00 bis 19.00 Uhr in die Dienststelle Nürnberg (Atrium), Bayerisches Finanz- und Heimatministerium, Bankgasse 9, Nürnberg ein.
Es wirken mit: Der Direktor der Bayerischen Landesezentrale für politische Bildungsarbeit, Rupert Grübl, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, Verena Osgyan, MdL, Dr. Farina Rühs vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, Eva Jutzler, Dritte Bürgermeisterin der Stadt Bamberg sowie Bezirksrätin Cornelia Griesbeck.
Lehrkräfte bearbeiten das Thema am Nachmittag
Am gleichen Tag bereits ab 15 Uhr behandeln Lehrkräfte im Gespräch mit Dr. Farina Rühs vom Kriminologischen Forschungsinstitut des Landes Niedersachsen, und Annika Popp, Stellv. Landrätin des Landkreises Hof, die Frage von Motivation und Alltag in der Politik sowie der Erfahrung von Hass, Hetze und Gewalt. Dabei geht es auch darum, wie das Thema in den Fächern Politik und Gesellschaft und Geschichte in weiterführenden Schulen eingebunden werden kann.
Die Anmeldung ist möglich über die Veranstaltungsseite der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
Weitere Informationen:
Dr. Ludwig Unger, ludwig.unger@blz.bayern.de
Amelie Stutz, amelie.stutz@blz.bayern.de