VERANSTALTUNG
Podiumsgespräch und Lehrerfortbildung der BLZ mit Politik und Wissenschaft am 15. Juli in Nürnberg
Demokratie braucht Politikerinnen und Politiker. Doch Hass, Hetze und Gewalt gegen Menschen, die sich politisch engagieren, haben in den jüngsten Jahren enorm zugenommen. Zu den dramatischen Höhepunkten der Entwicklung gehören die Ermordung des hessischen Regierungspräsidenten Lübcke 2019 und die Messerattacke auf die spätere Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker 2015. Erinnerungen an „Weimarer Zustände“ wurden wach.
In einem sich verschärfendem Klima fühlen sich viele Kandidatinnen und Kandidaten sowie gewählte Politikerinnen und Politiker beunruhigt. Bedrohungen und tätliche Übergriffe etwa beim Wahlkampf an Ständen und bei Aktionsbühnen, aber auch gegen Familien und Mitarbeitende sind keine Seltenheit. Einzelne Amtsträger hatten deshalb eine Neukandidatur ausgeschlossen – z. B. der bisherige Bürgermeister von Dingolfing für die Kommunalwahl im März 2026. Viele politische Gestaltende nehmen nach wie vor mit Engagement und ohne Furcht ihre Aufgabe wahr – sie handeln trotz Hass, Hetze und Gewalt. Was bewegt sie, welche Erfahrungen sammeln sie und wie reagieren sie auf Aggressionen oder Gewalt? Politik als Handlungs- und Tatort?
Zu einem Podiumsgespräch mit Politikerinnen und Politikern sowie einer Kriminologin lädt die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit am Mittwoch, 15. Juli, von 17.30 bis 18.30 Uhr, in die Dienststelle Nürnberg des Finanz- und Heimatministeriums in der Bankgasse 9 in Nürnberg ein.
Es wirken mit: Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, Landtagsabgeordnete Verena Osgyan, Annika Popp, Bürgermeisterin und stellv. Landrätin des Landkreises Hof, sowie Dr. Farina Rühs vom Kriminologischen Forschungsinstitut des Landes Niedersachsen.
Lehrkräfte bearbeiten das Thema am Nachmittag
Am gleichen Tag bereits ab 15 Uhr behandeln Lehrkräfte im Gespräch mit Dr. Farina Rühs vom Kriminologischen Forschungsinstitut des Landes Niedersachsen, und Annika Popp, Stellv. Landrätin des Landkreises Hof, die Frage von Motivation und Alltag in der Politik sowie der Erfahrung von Hass, Hetze und Gewalt. Dabei geht es auch darum, wie das Thema in den Fächern Politik und Gesellschaft und Geschichte in weiterführenden Schulen eingebunden werden kann.
Die Anmeldung ist möglich über die Veranstaltungsseite der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
Weitere Informationen:
Dr. Ludwig Unger, ludwig.unger@blz.bayern.de
Amelie Stutz, amelie.stutz@blz.bayern.de