Kulturfonds Bayern 2026: Fast 5 Millionen Euro für nichtstaatliche Projekte in Bayern – Projekte aus Mittelfranken partizipieren mit 14,1 % Anteil an der Fördersumme

PRESSEMITTEILUNG

Verena Osgyan und Dr. Sabine Weigand fordern künftig auch die regelhafte Berücksichtigung Kulturschaffender in Nürnberg und München 

Am heutigen 29. April 2026 wurde im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst und im Haushaltsausschuss die Verteilung der Mittel des Kulturfonds Bayern 2026 im Bereich Kunst in einer Gesamthöhe von 4.996.800 Euro beschlossen. Dabei konnten alle 133 entscheidungsreifen Anträge positiv beschieden werden. 57 Förderanträge haben dabei eine Summe von über 25.000 €, die heute im Landtag bestätigt worden sind. Ein Schwerpunkt der Förderungen war erneut der Bereich Sicherheit in Museen. 

Mittelfranken kann mit 14,1 % Anteil an der Fördersumme diesmal erneut annähernd anteilig partizipieren. Unter den Projekten und Institutionen, die in der Region von der Förderung profitieren, sind diesmal unter anderem die Ateliers in den Ermöglichungsräumen der ehemaligen Kongresshalle in Nürnberg, die Internationale Orgelwoche ION sowie die Ausstellung „Diakonie und Nationalsozialismus in Bayern“ in Rummelsberg.

„Die bayernweite Unterstützung von Kulturprojekten verschiedener Sparten durch die Staatsregierung in Form des Kulturfonds ist ein gutes und verlässliches Instrument, das leider noch viel zu wenig bekannt ist,“ meint Verena Osgyan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst. „Es muss noch viel mehr Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden, damit Kulturschaffende wissen, dass es für sie infrage kommen könnte.“ 

Offenbar ist die Möglichkeit zur Beantragung von Mitteln aus dem Kulturfonds auch immer noch nicht bekannt genug, obwohl mittlerweile eine digitale Förderplattform eingeführt wurde. Mittelfränkische Kulturschaffende sind daher herzlich aufgerufen, im nächsten Jahr Projekte zur Förderung durch den Kulturfonds einzureichen. Die grüne Landtagsfraktion setzt sich deshalb für eine grundsätzliche Reform des Kulturfonds ein, damit eine möglichst niederschwellige Förderung in ganz Bayern ermöglicht wird, bei der Stadt und Land gleichermaßen berücksichtigt werden können und den Bedürfnissen gerade der freien Szene noch mehr gerecht wird.  

Weiter fordert Verena Osgyan, dass die sogenannte Bagatellgrenze von 10.000 € abgesenkt wird: „Dies würde gerade den Einzelkünstler*innen im ländlichen Raum helfen. Es ist jedoch ein anhaltendes strukturelles Problem, dass die beiden größten Metropolen Bayerns, Nürnberg und München, weiterhin regelhaft davon ausgenommen sind und Projekte aus diesen Städten nur in Sonderfällen – wie dieses Jahr geschehen – teilnehmen können. Wir fordern deshalb seit langem, diese künftig regulär einzubeziehen. Gegebenenfalls kann dabei die entsprechende Summe für Vorhaben in den bayerischen Kulturmetropolen München und Nürnberg auch sinnvoll gedeckelt werden, damit diese nicht dominieren.“

Dr. Sabine Weigand, Abgeordnete des Bayerischen Landtags für den Stimmkreis Nürnberg-Süd/Schwabach und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst kritisiert: „Es ist bedauerlich, dass erneut ein großer Teil der Mittel für Bauprojekte aufgewendet wird – dafür müssten andere Töpfe zur Verfügung gestellt werden. Stattdessen sollte vermehrt das Augenmerk auf Projekte der freien Szene gelegt werden. Wir müssen daher an der Passgenauigkeit der Maßnahmen arbeiten, da offensichtlich viele nichtinstitutionelle Vorhaben aufgrund der bestehenden Regeln durchs Raster fallen und sich gar nicht erst bewerben.“