Alle Beiträge von Stefan Christoph

Stellenausschreibung Nürnberg

Für das Regionalbüro der Landtagsabgeordneten Verena Osgyan, MdL in Nürnberg
suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt

einen persönlichen Referent*in

Stellenumfang 30 – 39,5 Wochenstunden, unbefristet. Einstellung zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Aufgaben:
• Terminorganisation und -vorbereitung, vor allem in Nürnberg und den Betreuungsstimmkreisen in Mittelfranken;
• Begleitung bei und Dokumentation von Veranstaltungen und Terminen;
• Formulierung von Grußworten, Reden und Briefings;
• Beantwortung von Bürger*innenanfragen;
• regionale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, auch Social Media;
• ggf. Recherchen und Beratung der Abgeordneten in fachpolitischen Fragen;
• ggf. Konzeption und Formulierung von parlamentarischen Anfragen und Anträgen, Positionspapieren und anderen Texten;
• Unterstützung in der Büroorganisation (u. a. Ablage und Terminkoordination, Korrespondenz);
• Allgemeine Unterstützung der Abgeordneten bei ihren parlamentarischen Aufgaben.

Voraussetzungen:
• Einschlägige (journalistische) Ausbildung, Hochschulstudium oder vergleichbare Qualifikation;
• Kenntnis wissenschaftlicher Arbeitsweisen und/oder journalistische Kenntnisse;
• sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit;
• sehr guten Umgang mit Standardsoftware und Internetrecherche;
• Kommunikations- und Teamfähigkeit, freundlicher Umgang auch in Stressituationen;
• einen selbständigen, ergebnisorientierten und strukturierten Arbeitsstil;
• schnelle Auffassungsgabe, Loyalität, Sorgfalt und Zuverlässigkeit;
• Nähe zu bündnisgrüner Politik und Kenntnis ihrer Strukturen;
• Flexibilität; ggf. Bereitschaft zur gelegentlichen Arbeit an Randzeiten (Abends, an Wochenenden);
• Von Vorteil: Kenntnisse in der Hochschul- und Wissenschaftspolitik in Bayern oder Interesse, sich darin einzuarbeiten.

Was wir bieten:
• Einen Arbeitsplatz im Nürnberger Zentrum;
• einen abwechslungsreichen Berufsalltag;
• Bezahlung angelehnt an den TV-L.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung ausschließlich per E-Mail bis zum 31. März 2020 an:
verena.osgyan@gruene-fraktion-bayern.de

Nebelkerzen im Sturm: Staatsregierung steht Sanierungsstau der Hochschulen planlos gegenüber

Als „Versagen mit Ansage“ bezeichnet die Nürnberger Landtagsabgeordnete Verena Osgyan einen Bericht der Staatsregierung zum Sanierungsstau an bayerischen Hochschulen und speziell der Friedrich-Alexander-Universität, den sie diese Woche erhalten hat: „Die Staatsregierung bietet den staatlichen Hochschulen in Bayern kein überzeugendes Konzept zur Überwindung des vorliegenden Sanierungsstaus.“

Osgyan, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, wollte von der Staatsregierung wissen, wie hoch sie den aktuellen Sanierungsbedarf im Hochschulbau beziffert, welchen Plan die Staatsregierung zur Beseitigung des Sanierungsstaus verfolgt und wann insbesondere die der FAU versprochenen 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden sollten.
„Während die Staatsregierung zugibt, keinen Plan zu haben, rotten die Hochschulgebäude weiter vor sich hin“, ordnet Verena Osgyan die Antworten der Staatsregierung ein. In den Berichten, die Wissenschaftsminister Sibler gezeichnet hat, wird lediglich auf allgemeine Haushaltssystematiken verwiesen. Ein konkreter Plan zum Abbau des Sanierungsstaus – etwa über Verpflichtungsermächtigungen für die kommenden Jahre – findet sich im aktuellen Haushalt nicht und ist auch laut den Aussagen der Staatsregierung nicht geplant.

„Die von Söder groß angekündigte HighTech-Agenda vernachlässigt den Bestand der bayerischen Hochschulen“, so die Grünen-Abgeordnete weiter. „Ich frage mich, warum bei Deutschen Museum ohne verlässliche Bauunterlagen Geld mit der Gießkanne ausgeschüttet wird – aber beim Hochschulbau, bei dem die Probleme seit Jahren bekannt sind, so sehr auf die Bremse getreten wird.“

Detaillierte Zahlen zum Sanierungsstau nennt die Staatsregierung nicht. Laut Osgyan beziffere sich der Bedarf allein bei den so genannten „großen Baumaßnahmen“ auf über 5 Milliarden Euro: „Und die Welle wird immer größer, wenn wir hier nicht systematisch mit Sanierungen anfangen. Bei der FAU liegt das Problem schon seit Langem auf der Hand.“ Die Staatsregierung verweist im Falle der FAU darauf, dass die Betriebsgenehmigungen der Gebäude verlängert werden sollen. „Damit will man den aktuellen Zustand einfach fortschreiben anstatt die Probleme anzugehen“, so Osgyan.

Um hier endlich zu einem planvollen Vorgehen zu finden, fordert Verena Osgyan jetzt einen Runden Tisch Hochschulsanierung. Dabei sollen neben der Staatsregierung auch die besonders betroffenen Hochschulen und Universitäten sowie die Landtagsfraktionen einbezogen werden.

Hier finden Sie die Antwort auf unseren grünen Berichtsantrag sowie den Antrag auf Drs. 18/4091, auf den in der Antwort verwiesen wird.

Foto: (CC BY-SA 3.0) von Unibibliothek FAU

Verena Osgyan fordert endlich Maßnahmen gegen Drogentote

PRESSEMITTEILUNG

Seit Jahren gehört der Freistaat zu den Ländern mit den meisten Drogentoten in Deutschland. Nürnberg ist hier leider auch dieses Jahr wieder trauriger Spitzenreiter. Die grüne Oberbürgermeisterkandidatin und Landtagsabgeordnete Verena Osgyan drängt nun endlich auf wirksame Maßnahmen:

„Die ideologische Drogenpolitik der Staatsregierung und der CSU ist kontraproduktiv, das wissen wir schon seit Jahren“, so Osgyan. Sie verhindere wirksame Maßnahmen, die in anderen Städten und Ländern zu einem deutlichen Rückgang der drogeninduzierten Todesfälle geführt haben. „Leider verschließt sich die Staatsregierung seit Jahren der Einführung von Drogenkonsumräumen, die etliche Drogentote verhindern könnten“, kritisiert die Grünen-Politikerin scharf. In solchen Drogenkonsumräumen könnten Abhängige ihre mitgebrachten Drogen unter fachkundiger Aufsicht einnehmen. Gefordert wird die Maßnahme auch schon seit längerem vom Bayerischen Bezirketag.

„Stattdessen fährt man hier in Bayern weiter die Verfolgungsschiene. Auch wenn allen, die Ahnung von dem Thema haben, klar ist, dass dieser Ansatz seit Jahrzehnten gescheitert ist“, so Verena Osgyan weiter. Eine mündige Drogenpolitik müsse Fürsorge und Prävention in den Mittelpunkt stellen, nicht die Kriminalisierung. „Maßnahmen wie Drug-Checking, ausreichend Spritzenautomaten oder Spritzenentsorgungsautomaten würden zusätzlich zu Drogenkonsumräumen für einen sicheren Drogenkonsum sorgen und Todesfälle und andere gefährliche Situationen für die Drogenkonsument*innen und auch für Dritte verhindern.“

In den vergangenen Jahren hat der Stadtrat sich auf Antrag der Grünen mehrfach für die Einrichtung eines Drogenkonsumraums und anderer Hilfeinrichtungen ausgesprochen. Im Moment fehlt der Stadt Nürnberg jedoch die rechtliche Handhabe, da es in der Zuständigkeit des Freistaats liegt, den Kommunen solche Maßnahmen zu erlauben. Verena Osgyan will sich auch im Rahmen ihres Landtagsmandats weiter für die Umsetzung eines Drogenkonsumraums in Nürnberg einsetzen.

Vorlesung: Jetzt wird alles gut fürs Klima!

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit am 6. November an der TH Nürnberg

Vorlesung: Jetzt wird alles gut fürs Klima! – Politik(er) zwischen Utopie und Pragmatismus

 

A: Mehr als nur das Bohren dicker Bretter…?

„Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.“ – das ist wahrscheinlich einer der bekanntesten und meistzitierten Sätze von Max Weber. Er ist Teil seines 1919 gehaltenen Vortrags „Politik als Beruf“.

„Das Bohren von dicken Brettern“, das klingt eher nach einem Handwerk denn nach einer Berufung. Und es reiht sich in andere berühmte Sätze ein wie dem von der Politik als „Kunst des Möglichen“, wie Otto von Bismarck es einige Jahrzehnte vor Weber einmal gesagt hat. Oder etwas pointierter, oder man könnte auch sagen gehässiger, hat Helmut Schmidt sich 1980 von Willy Brandt abgegrenzt: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“

Ist also Politik nichts anderes als nur reines Handwerkszeug? Ich denke schon, dass mehr dazugehört. Im politischen Alltag braucht man einen Kompass, sonst hält man das Bohren der dicken Bretter nicht durch – oder bohrt am Ende noch das falsche Brett an.

Am Ende sind es solche Visionen und Utopien, die neuen Input für das politische System liefern. Denn Politik ist doch mehr als nur eine statische Verwaltung des bestehenden. Politik besteht nicht nur darin, auf Herausforderungen zu reagieren, sondern auch eigene Punkte zu setzen und über lange Zeit hinweg zu verfolgen.

Vorlesung: Jetzt wird alles gut fürs Klima! weiterlesen

365-Euro-Ticket: Klarheit zugunsten aller Schulformen schaffen

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und OB-Kandidatin Verena Osgyan, MdL

Am 25. September 2019 wurde im Stadtrat über das 365-Euro-Ticket für Schüler*innen berichtet. Unsere explizite Nachfrage, ob auch Schüler*innen von freien Schulen profitieren können, wurde in der Sitzung verneint.

Stadträtin Elke Leo stellt klar: „Bereits bei der Einführung des Schüler*innentickets im Jahr 2016 haben wir uns intensiv dafür eingesetzt, dass auch Schüler*innen von freien Schulen davon profitieren. Dies ist damals allerdings wegen fehlender Zuschüsse für den Schulweg vom Land abgelehnt worden und die Stadt wollte das daraus errechnete Defizit von mehreren hunderttausend Euro nicht übernehmen.“

„Jetzt haben wir eine andere Situation. Nachdem überall postuliert wird, dass alle Schüler*innen das 365-Euro-Ticket erhalten sollen, haben wir uns an das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr gewandt und erhielten die Antwort, dass sehr wohl alle Schüler*innen Anspruch auf das 365-Euro-Ticket haben. Das muss natürlich auch in Nürnberg bei der geplanten Einführung für das Schuljahr 2020/2021 umgesetzt werden“, sagt Verena Osgyan, OB-Kandidatin und Landtagsabgeordnete.

Vernetzungstreffen mit GRÜNEN Hochschulgruppen

FACHGESPRÄCH 

Am 6. Juli 2019 kamen Vertreterinnen und Vertreter der aktiven Grünen Hochschulgruppen, der GEW studis und des Bundesverbandes von CampusGrün in den Bayerischen Landtag, um den Austausch mit der GRÜNEN Fraktion zu suchen. Von Seiten der Landtagsfraktion hatte Verena Osgyan, Sprecherin für Wissenschaft und Hochschulpolitik und stellvertretende Fraktionsvorsitzende als Ansprechpartnerin für die GHGen in Bayern eingeladen.

Zu Beginn gab es einen kurzen Bericht über die Initiativen der GRÜNEN Fraktion im Themenbereich Hochschulpolitik. Vieles habe sich geändert, nachdem man nach der letzten Landtagswahl als zweitstärkste Kraft und Oppositionsführerin hervorgegangen war. Große uns durchaus kontroverse Themen seien gerade die anstehenden Großprojekte wie das neue Uniklinikum Augsburg, die geplante TU Nürnberg und weiterhin der ständig ansteigende Sanierungsstau im Hochschulbau. Auch das weitere hochschulpolitische Arbeitsprogramm der Grünen sehe viele Änderungen an der derzeitigen Hochschulpolitik vor: Angefangen bei der Hochschulfinanzierung über Beschäftigungsbedingungen, sozialer Flankierung und der Gleichstellungsthematik bis hin zum Komplex Demokratie und Mitbestimmung.

In der anschließenden Diskussion kamen auch von Seiten der Hochschulgruppen weitere Punkte auf. Es wurden beispielsweise Konzepte für ein bayernweites Semesterticket besprochen, aber auch die Pläne der Staatsregierung, die Landes-Asten-Konferenz im Hochschulgesetz zu verankern.

Letzteres wurde als Augenwischerei empfunden und erneut wurde die Forderung nach einer verfassten Studierendenschaft laut, die auf offene Ohren der Landtagsfraktion stieß. Diese Legislatur möchte die GRÜNE Landtagsfraktion erneut ihren Gesetzentwurf zur Einführung der verfassten Studierendenschaft an bayerischen Hochschulen in den Landtag einbringen.

Nach den Berichten von Felix Schmitz von CampusGrün und Patrick Weißler von den GEW studis hatten auch die einzelnen GHGen die Möglichkeit Ihre Situation zu schildern. Hier wurde insbesondere von mehreren Erfolgen im Bereich nachhaltige Mensa berichtet. Allgemein sei das Themenfeld nachhaltige Hochschule ein großer Schwerpunkt der Gruppen. In der weiteren Diskussion wurde klar, dass man sich unisono für eine Neugründung eines bayerischen Landesverbandes von CampusGrün einsetzen möchte.

Im Anschluss wurde ein Gruppenfoto vor dem Landtag gemacht und in entspannter Atmosphäre sich weiter vernetzt.